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Placebo-Effekt oder Heilung?

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Was steckt hinter der umstrittenen Methode der Homöopathie?

Was ist dran an den angeblich natürlich heilenden Kräften von Pflanzen, Tieren und anderen sogenannten „Ursubstanzen“?
Scharlatanerie, Placebo-Effekt oder Heilung?

Immer mehr Leute schwören auf homöopathische Mittel, die angeblich zu Heilung ohne Nebenwirkungen führen, andere sprechen in diesem Zusammenhang gar von Scharlatanerie oder Placebo-Effekt. Doch was steckt eigentlich wirklich dahinter? Worauf gründet die Homöopathie? Wann und wie wird sie angewendet? Pinnie hat sich für dich schlau gemacht!

Die Fakten

Als Begründer der Homöopathie gilt der deutsche Arzt Christian Friedrich Samuel Hahnemann, der Ende des 18. Jahrhunderts als erster das der Homöopathie zu Grunde liegende Prinzip formulierte: „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“. Hinter dieser These steckt die Idee, dass Wirkstoffe, die in unverdünnter Form die gleichen Symptome hervorrufen, wie die zu behandelnde Krankheit, in der verdünnten Variante der homöopathischen Mittel genau diese Symptome heilen. Das klingt erst einmal kompliziert, aber mit ein paar Beispielen wird alles gleich viel klarer: Bei Augenentzündungen oder Schnupfen verabreicht ein Homöopath das Mittel Allium cepa, das aus der Zwiebel gewonnen wird, deren Saft unverdünnt tränende Augen und Schnupfen hervorruft. Coffea, also Kaffee, soll gegen Nervosität und Schlafbeschwerden helfen und Wirkstoffe der Brennnessel lindern die Beschwerden bei Verbrennungen. 

Nach der Einnahme von homöopathischen Mitteln kann es zur sogenannten Erstverschlimmerung kommen, also dass die Symptome für einen Zeitraum von ein paar Minuten bis hin zu wenigen Stunden schlimmer werden. Auch wenn sich das zuerst seltsam anhört: Wenn eine Erstverschlimmerung auftritt, ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass man das richtige Mittel ausgewählt hat und es auch anschlägt, denn im Normalfall wird dadurch die Gesundungsreaktion im Körper angekurbelt.

Homöopathische Mittel werden in Form von Kügelchen, den sogenannten Globuli, verabreicht. Das sind kleine, weiße Zuckerkügelchen, die den homöopathischen Wirkstoff in verdünnter Form enthalten und die man im Mund zergehen lässt. Für jeden Wirkstoff gibt es die Globuli in verschieden starken Konzentrationen, den sogenannten Potenzen. Anhand dieser Potenzen, z.B. D6 oder C3, kann man erkennen, wie hoch der Anteil der Urtinktur, also des eigentlichen Wirkstoffes des Mittels, im Vergleich zum Lösungsmittel ist. Wann und wie viele Kügelchen welcher Potenz man einnimmt sollte man am besten vorher mit einem Arzt oder Homöopathen besprechen. 

Übrigens – wer das erste Mal einen Termin beim Homöopathen vereinbart, sollte sich auf ein ausführliches Gespräch von etwa ein bis zwei Stunden gefasst machen. Das liegt daran, dass in der Homöopathie (im Gegensatz zur Schulmedizin) die Persönlichkeit und die Lebensgewohnheiten des Patienten eine wichtige Rolle spielen. Es ist also durchaus möglich, dass zwei Patienten mit den gleichen Symptomen unterschiedliche homöopathische Mittel empfohlen bekommen. Um die richtigen Mittel aus den über 2000 verfügbaren pflanzlichen, tierischen und mineralischen Wirkstoffen herausfiltern zu können, ist es für den Homöopathen deswegen unerlässlich, seine Patienten so genau wie möglich kennenzulernen. 

Noch nicht klar ist …

… warum die Homöopathie funktioniert. Viele homöopathische Mittel sind so stark verdünnt, dass in den Globuli, die der Patient zu sich nimmt, kein einziges Molekül der eigentlichen Wirksubstanz mehr vorhanden ist. Aber trotzdem schlägt die Behandlungsmethode an. Es gibt verschiedene Erklärungsansätze dafür: Die einen sprechen vom Placebo-Effekt, andere wiederum glauben an die „Magie des Wassers“, das die „energetische Essenz“ der Wirkstoffmoleküle annehmen und weitergeben soll. 

Pinnies Meinung

Tatsache ist: Homöopathische Mittel haben – auf welche Weise auch immer – schon vielfach geholfen. Gerade für kleinere Leiden wie Schnupfen, Erkältung oder ein dickes Knie, scheinen die kleinen weißen Kügelchen eine gute Hilfe. Inwieweit man sich darauf verlässt sollte jeder mit der Zeit selbst herausfinden, am besten mit Hilfe der Beratung eines Arztes oder Homöopathen. Übrigens – Pinnie hat Arnica, Belladonna und Co. schon selbst getestet und bisher nur gute Erfahrungen gemacht.

Versprochen 😉 yourPinnie.

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